Bukittingggi-Minangkabau Tour-Reisernte in Taruko

Heute ein Ausflug ins Minangkabau Hochland. Ein Tag wie er so nicht geplant war, aber umso schöner. Wo wir den Tag verbringen sollten, konnten wir nicht erreichen, weil die Straßen neu gemacht wurden und deshalb großräumig die Gegend gesperrt war.

Egal wir kamen dadurch ins Lembah Taruko oder Taruko Valley. Bekannt in der Gegend dadurch, weil der einzige Felsen hier einen Baum auf seiner Spitze trägt. Sieht auch einzigartig aus. Der Felsen von den Einheimischen Tabiang Takuruang genannt wird.

Schon das Tal unten hat seinen Reiz. Wir sind aber zum Panoramaausblick hoch über dem Tal gefahren. Da erst konnten wir sehen wie schön das Tal wirklich ist. So richtig schön hier oben zu sein.

Hier zu rasten. Essen, trinken, alles was man braucht um glücklich zu sein. Hier oben kann man wunderbar die Titanic nachempfinden. Denn man kann hier auf einem Schiff, das aus Bambus gebaut ist, die Freiheit – z.B. wie Kate Winslet – genießen. Spaß ist das Lebenselixier.

Glück hatten wir hier oben auch. Es wurde hier noch interessant. Unser Reiseleiter hatte mit einheimischen gesprochen und dadurch erfahren das hier Reis angebaut wird. So hoch über dem Tal. Das war ihm nicht bekannt. Selbst war er hier auch noch nie vor Ort. Deshalb erkundeten wir die Ansammlungen von Häusern die versteckt in der Nähe stehen. So kamen wir mit einheimischen Menschen in Kontakt. Sie ernteten gerade einen Teil ihres reifen Reises. So freundlich wir hier empfangen wurden war es auf der ganzen Reise durch Sumatra nicht. Ohne Scheu zeigten sie uns wie man mit Sichel den Reis schneiden muss. Wie mühsam in gebückter Haltung über Stunden schneiden. Sie waren hier zu zweit am schneiden. Eine andere Person hat den geschnittenen Reis zum trocken unter provisorischen Planen abgelegt. So das er zumindest vor Regen geschützt war. Alles Handarbeit. Und das mit zufriedenem Lächeln im Gesicht. Man kann sich die Freude so was zu sehen, zu erleben und selber es zu machen nicht verstehen, man muss solches selber erleben. Eine schöne Schicksalsfügung das wir hier hergekommen sind. Manchmal ist das Glück einem zur Seite.

Von hier sind wir dann durch das ganze Plateau gewandert. Das schöne, nur kleine Pfade keine Wege. Ausrutschen und man wäre im Schlamm des Ackers gelandet. Aber ein schönes Erlebnis dieses hier zu erleben. Wunderschöne Aussicht genossen auf die beiden Vulkane die in der Nähe sind und hier die fruchtbare Erde hinterlassen haben.

Vulkan Marapi – Vulkan Singgalang.

Nach diesem schönen erleben mit Mensch und Natur mussten wir leider wieder weiterfahren. Halt in einem kleinen Dorf in dem wir ein neu interpretiertes Minangkabau Haus sich angeschaut haben. Welche Baukunst der moderne, um so altes neu zu gestalten. Bei der Weiterfahrt durchs Dorf haben wir dann ein altes Haus entdeckt, dass wie das neue gebaut war. Aber welche Unterschiede es machen was die Häuser leben lassen. Hier an dem Alten war Holz und die Malereien, so wie die Schnitzkunst das ausschlaggebende. 

Ein Unterschied wie Tag und die Nacht. Dennoch hat jedes Haus sein recht gebaut worden zu sein.

Und wieder weiter zu unseren Tagesausflug der uns zum Danau Maninjuau – See. Der bei einheimischen der Spiegelsee genannt wird. Was stimmt denn wir saßen oberhalb des See’s zu Mittag und uns narrte der See. Wir waren der Meinung das Nebel über dem See lag was nicht stimmte. Durch das trübe Wetter sah man nicht genau, was es denn war. Es war Spiegelung der Berghöhen. Der See selber ist ein Kratersee und befindet sich in einem vulkanischen Einbruchkessel – einer Caldera.

Zum See runter führt eine bekanntere Straße. Die 44 enge Kurven zu bieten hat. Aber wirklich eng. Jede Kurve ist summiert. Hier muss rücksichtsvoll gefahren werden, wenn man schlimmeres vermeiden möchte. Und viele Affen die am Straßenrand warten was abfällt, bei diesem Verkehr.

Die Fahrt nach unten an den See führt durch schöne Reisterassen und auch die Häuser sind sehenswert. Beim runter fahren bemerkten wir die Spiegelung auf dem See. Am See, dem Abschnitt wo wir waren, sind einige Fischzuchtanlagen. Was jetzt uns nicht unbedingt zum schwimmen eingeladen hätte. Mag an anderen Abschnitte anders aussehen und sein. Aber wenn man irgendwo runter fährt geht es auch wieder aufwärts. Die 44 Kurven erwarteten uns wieder. Wieder sehr schöne Aussicht auf den See.

Nach Überlandfahrt durch schöne Landschften im Hochland. Am Straßenrand eine Gruppe Frauen. Was taten sie, richtig Reis einpflanzen. Interessante Tätigkeit im Matsch, Schlamm herum zu stampfen. Mühselig nur beim zu sehen schon. Und was wir erfahren haben selber, hier in diesem Schlamm sind Blutegel an der Tagesordnung. Glaubte dies auch nicht. Aber man lernt es. Legte mal mein Fotoapparat auf dem Grund nieder, weil Akku leer war und in dieser Zeit als ich den Akku im Auto geholt hatte, kroch schon ein Blutegel darüber. Hat Freude gemacht. Vorsicht ist daher angebracht.

So ging ein schöner Tag im Hochland von Minangkabau dem Ende entgegen.

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